Rotgold011
| Datum: | 25.01.2026 |
| Dauer: | 3h |
| Spielleiter: | Björn |
| Spieler: | Dietmar M.: Fridolin „Frido“ Dandelin (Halblings-Hä Gr3), Dietmar G.: Gaelec (Hl Gr4), Inga: Caoimhe „Kiwi“ ui'Cumhaill (Fi Gr3) |
| Szenario: | Epilog zu Der Schrecken von Aldwic (Jürgen E. Franke) |
| Beginn (Spielwelt): | 25.06.2420 in Aldwic |
| Ende (Spielwelt): | 11.11.2420 in Prioresse |
Inhaltsverzeichnis
Realwelt
Die Sitzung bestand zum größten Teil aus einer langen Lernphase (in der alle drei Spielerfiguren auf Gr5 aufgestiegen sind). In knapp 3h eigentlicher Spielzeit wurden die Ereignisse das Schreckens von Aldwic reflektiert. Außerdem kam es noch zu einem Showdown mit Daedris und ihren Ftheironen, die allesamt als Diener Samiels erkannt wurden. Abschließend gab es noch den Auftakt zum nächsten Abenteuer.
Spielwelt
25.06.2420
Nachdem wir nun das Geheimnis von Aldwic gelöst und Lynna befreit haben, werden wir sehr herzlich von den Dorfbewohnern bewirtet und verpflegt.
Drei Priester aus Prioresse kommen zur Untersuchung der Vorfälle ins Dorf. Dabei handelt es sich um eine ältere ca. 50 Jahre alte, erfahrene, wissende Frau namens Malgraine NiBeorn sowie ihre beiden jungen Gehilfen, Wulfstan und Faramod, die Novizen und Mitte 20 sind.
Prioresse ist ein großes Kloster mit eigenen Ländereien, was die große Ausnahme darstellt, denn die Bruderschaft des Träumers betreibt eigentlich keine Klöster dieser Art. Auch wenn die Bruderschaft nicht direkt Teil der Kirgh Albai ist, so hat doch der Abt von Prioresse den Rang eines Kirghlairds. Wie übrigens auch der König von Alba, der von der Kirgh symbolisch zum Priester geweiht wird und von der Bruderschaft nach einem speziell für ihn entworfenen Initiationsritus zum Kreis der Eingeweihten gezählt wird.
Agilrod, der Dorfpriester in Aldwic, hängt vor allem Dwyllan, dem Meeresgott an.
Bei der Untersuchung kommt heraus, dass die Kräuterfrau Wilda einen schwarzen Hexenzirkel gegründet hat, um der Dämonenfürstin Immajar zu huldigen. Diese Dämonenfürstin ist eigentlich nichts besonders bedeutend. Sie nährt sich von Furcht und wurde wahrscheinlich schon von den Valianern in dem Versteck unter dem Aeldertúr verehrt. Der Wirt Fraomar war ihr Handlanger und ein Wilderer. Außerdem gehörte noch Kendriks Magd Nelda zu dem Zirkel. Sie hat Aidan davongelockt, um ihm die Schuld für Lynnas Verschwinden zuzuschieben. Sie ist die einzige, die entkommen konnte. Zum Kreis gehörte auch der Barde Trymian und ein Mann namens Brogan, den wir bisher nicht kennengelernt hatten. Brogan hatte mit einem magischen Schlüssel den Whisky von Kendrick geklaut.
Wir entschließen uns, Zauberstab, Buch und Spiegel der Priesterin zu übergeben und zeigen ihr das Versteck im Aeldertúr. Gaelec will eine Audienz beim Abt, Cleremond, um ihn von seinem Unmut über die Kirgh und Daedris zu erzählen.
Im Versteck unter dem Aeldertúr konnten auch zwei Roben gefunden werden, von denen eine bereits ausgebrannt war. Die andere hat eine finstere Aura und diente dazu, bei Andachten besonders furchteinflößend zu wirken. Die Mitglieder des Hexenzirkels hatten außerdem kleine aus Schädeldecke geschnitzte Amulette, die dazu dienten, Angstzauber zu verstärken.
Wir berichten den Abgesandten aus Prioresse, was wir von Waelmar über den Zauberstab und über das angebliche Wunder vom Kloster Hosburna erfahren haben. Waelmar war zum Zeitpunkt des Überfalls durch die Waelinger nicht im Kloster. Er kam gerade an, als einer der Waelinger auf seinem Rückzug auf ihn stieß und ihn niederschlug. Vorher hatte er in einer Höhle in den Klippen einen Toten mit eben jenem Stab gefunden. Waelmar war nicht tot, aber schwer verletzt. Ein Händler fand ihn und brachte ihn zu Wilda, der Kräuterfrau. Die konnte ihn nicht heilen, aber er ließ sich seinen Stab geben. Dadurch wurde er zu einem untoten Wiedergänger und wollte weiter gute Taten tun.
Malgraine kennt den historischen Hintergrund des Stabs: Vor mehr als 400 Jahren im großen Twyneddinkrieg entschied sich die die heilige Lysanor, eine Ylathorpriesterin aus dem Clan der Rathgar, diesen Stab als Werkzeug für Priester zu erschaffen, mit dem den Kriegern der Albai beim Genesen oder Sterben geholfen werden konnte. Sie wirkte viele Wunder. Sie hatte gehört, dass der heilige Esbern den Stab der Drei Jahreszeiten erschaffen hatte, und beschloss, den Stab des Winters zu erschaffen (also für die noch „fehlende“ Jahreszeit). Dazu brach sie einen Haselnusszweig und opferte alle ihre beträchtliche göttliche Gnade, um ihn zu einem mächtigen Werkzeug zu machen. Sie ist im Krieg verstorben. Dann hat der Kirghlaird Valerin von Vanasfarne, ein Irindarpriester, den Stab an sich genommen, und ihn dazu benutzt, Angst und Schrecken unter den Twyneddin zu verbreiten. Dadurch wurde die Reliquie zum schrecklichen Kriegswerkzeug. Damit legte er wohl bereits den Kern des Verderbens. Allerdings ist damit nicht zu erklären, warum er jetzt eine finstere Aura hat und zu einem Werkzeug der Nekromantie geworden ist.
Seit dem waelischen Überfall auf Vanasfarne vor mehr als 250 Jahren gilt der Stab als verschollen. Was ihm seither widerfahren ist, ist unbekannt.
Das Buch heißt „Pulluchu Assakur“ und ist in einer altertümlichen Sprache der Valianer, in Maralinga, verfasst. Tatsächlich enthält das Buch in Blut gezeichnete Dämonen und Zaubersprüche mit Lücken für Namen, die dort mit eigenem Blut eingetragen werden konnten. Wurde ein Zauberspruch benutzt, verfolgte ein Dämon das Opfer und die entsprechende Seite leerte sich. Es stammt aus dem Krieg der Magier, der unter den Seemeistern herrschte, von ihnen gab es weiße, graue und schwarze. Nicht alle von ihnen waren böse, aber sie beherrschten Magie auf sehr hoher Stufe. Gaelec würde am liebsten solch einen Zauberspruch an Daedris oder Nelda ausprobieren. Jedoch sind wir uns gar nicht sicher, ob Daedris ihr echter Name ist und ob es stimmt, dass sie vom Erzabt Osmond von Harkfast geschickt worden ist.
Und die Priesterin Malgraine sagt dazu nur, man treibe Immajar mit Mestoffelyzh aus...
28.06.2420
Am 28.06.2420 brechen wir am Morgen nach Prioresse auf. Der erste Tag der Reise verläuft ereignislos. Doch als wir am Abend unser Lager im lichten Wald aufschlagen wollen, erscheint Daedris plötzlich. Wieder behauptet sie, von Osmond geschickt zu sein und fordert den Stab des Winters. Malgraine erwidert das Cleremond ebenso wie Osmond den Rang eines Kirghlairds habe und Prioresse mindestens so sicher sei wie Harkfast. Sie tauschen böse Blicke aus. Anscheinend zieht sich Daedris zurück, als Gaelec und Kiwi ihr nachlaufen. Sie greift an ihren Gürtel und plötzlich erscheinen vier Ftheironen um uns herum. Sie haben besondere Krallen, die hässliche, unheilbare dunkle Narben verursachen. Malgraine ruft ihren Gehilfen zu, Weihwasser gegen die Ftheironen einzusetzen, und versucht, einen der Ftheironen zu bannen. Sie verschwindet also zusammen mit dem Ftheiron und auch dem Stab des Winters für zehn Minuten in einer goldenen Sphäre.
Frido greift einen Ftheiron mit Bärenklauen an. Kiwi versucht Daedris anzugreifen, doch ein goldschimmernder Zauberschild entsteht um Daedris herum und Kiwi bekommt einen elektrischen Schlag. Auch Gaelec kann mit seinem Zauberstab nichts ausrichten und wird vom elektrischen Schlag abgewehrt. Inzwischen ist Frido von einer Bärenklaue getroffen worden. Die Priester kämpfen mit zwei weiteren Ftheironen, einer von ihnen wird von einem Ziegenhuf verletzt.
Durch den Zauberschild kann Daedris Gaelec und Kiwi nicht angreifen, aber Faramod rennt von namenlosen Grauen erschreckt in den Wald. Wulfstan wird von einem Ftheiron angegriffen, aber durch seine Abwehr verletzt er dessen Bullenhuf. Nach einem weiteren Angriff bricht er aber schwer verletzt zusammen. Auch Gaelec wird von einer Löwenkralle verletzt.
Kiwi kämpft noch mit dem Löwenkrallenftheiron, der auch sie leicht verletzt. Inzwischen können sich Frido und Gaelec ihren Angreifern entziehen. Gaelic ergibt sich Daedris und hilft dem niedergeschlagenen Priester Wulfstan. Kiwi ist im Gelände verschwunden.
Malgraines Austreibung des Ftheirons endet sogar erfolgreich, aber die Situation ist klar verloren. So übergibt Malgraine den Stab des Winters an Daedris, die sofort mit Hilfe eines Zaubers verschwindet. Auch die übrigen Ftheironen verpuffen. Malgraine identifiziert sie als Kreaturen und Handlanger des grünen Jägers, auch Samiel oder Mestoffelyzh genannt, eines mächtigen Dämonenfürsten, den wir bereits in Moranmuir gesehen haben, als er den von uns gestellten, kopflosen roten Ritter mit sich genommen hatte.
Gaelec heilt den Priester, sich und Frido... Kiwi geht in dieser Hinsicht mal wieder leer aus.
Die restliche Nacht verläuft ruhig. Erholt reisen wir weiter.
01.07.2420
Am 01.07. kommen wir in Prioresse an. Wer verbringen dort mehrere Monat im intensiven Wissensaustausch mit den Anhängern Vraidos'.
Über den Stab des Winters erfahren wir dort im Laufe der Zeit, dass er möglicherweise vor mehr als 150 Jahren in die Hände von Drystan MacTuron gefallen ist, dem größten Nekromanten, den Alba bisher gesehen hat. Das würde erklären, warum der Stab des Winters so verdorben wurde und wie Drystan so viel Unheil anrichten konnte.
Den unverfänglichen Teil unseres Schatzes verkaufen wir für 1225 GS. So ist es eine gute Gelegenheit in Prioresse unser Wissen und unsere Fähigkeiten zu erweitern...
11.11.2420
Inzwischen ist der Winter eingekehrt.
Am Abend des 11.11.2420 besuchen wir wie schon so oft den Gasthof "zum durstigen Wolf" in Duinfalas. Doch heute treffen wir auf Manton, den Händler aus Aldwic, der sich freut, uns zu sehen. Er hat eine Aufgabe für uns. Sein Sohn ist vor zwei Wochen zu den Fallenstellern im Süden gereist, wo er routinemäßig Verträge mit ortsansässigen Fallenstellern macht. Er ist wie immer allein mit seinem Reittier unterwegs. Nun ist er jedoch schon zwei Tage überfällig. Als Belohnung gibt er uns 100 Goldstücke für jeden und verspricht uns bei Rettung 300. Weitere.