Rotgold014
| Datum: | 09.05.2026 |
| Dauer: | 6h |
| Spielleiter: | Björn |
| Spieler: | Dietmar M.: Fridolin „Frido“ Dandelin (Halblings-Hä Gr5), Dietmar G.: Gaelec (Hl Gr5), Inga: Caoimhe „Kiwi“ ui'Cumhaill (Fi Gr5), Ferry: Valerio Marin Carrada (?? Gr4) |
| Szenario: | Der Traum des Roten Ritters (Gerd Hupperich) |
| Beginn (Spielwelt): | 23.11.2420 morgens in Byrne |
| Ende (Spielwelt): | 24.11.2420 nachmittags in Byrne |
Inhaltsverzeichnis
Realwelt
Das Protokoll stammt von Dietmar G. bzw. Gaelec.
Spielwelt
23.11.2420
Gerüchte beim Frühstück
Beim Frühstück im Gasthaus „Zum heiligen Farand“ trafen wir erneut auf den Zöllner Heorfyn. Dieser berichtete uns von verschiedenen Gerüchten, die derzeit in Byrne kursierten. So behaupteten manche Bürger, der Baron habe einst einen Pakt mit finsteren Mächten geschlossen. Ebenso werde gemunkelt, dass er einen unehelichen Sohn habe, der im Badehaus der Stadt aufgewachsen sein soll.
Das verlassene Haus des Ildebrand
Unser erster Weg führte uns zum Haus des ehemaligen Henkers Ildebrand, der seit etwa vier Wochen verschwunden war. Das Gebäude wirkte verlassen, doch fanden wir dort eine bemerkenswerte Entdeckung: eine aus Hundeknochen geschnitzte Büste eines älteren Mannes. Die dargestellte Person kam uns zunächst nicht bekannt vor. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Büste Aelfreond darstellte, einen Onkel des angesehenen Kaufmanns Creaofin MacSeal. Dieser war vor wenigen Wochen nach Byrne zurückgekehrt, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Noch bedeutsamer war jedoch die Erkenntnis, dass Ildebrand offenbar über ein dunkles Geheimnis verfügte: Vor etwa fünfzig Jahren hätte er Aelfreond eigentlich hinrichten sollen, ließ ihn jedoch aus unbekannten Gründen entkommen. Nun schien er Creaofin mit diesem Wissen zu erpressen. Außerdem erfuhren wir später, dass Ildebrand unter dem Namen „Bruder Wildreth“ bei Creaofin Unterkunft gefunden hatte.
Zum Strandvolk
Anschließend begaben wir uns an die Küste, um mit dem sogenannten Strandvolk zu sprechen. Auf dem Weg kamen wir am Galgenplatz vorbei. Dort lagen zahlreiche menschliche Knochen verstreut. Auffällig war, dass sämtliche Schädel fehlten. Die Bedeutung dieser Beobachtung wurde uns erst später klar: Baldred entnahm die Schädel, um daraus den sogenannten Schädelsand oder Zaubersand herzustellen. Während wir uns noch am Galgenplatz aufhielten, legte ein Boot an. Ihm entstieg ein kleiner, exotisch wirkender Mann namens Tabrizier aus Aran. Er führte eine beträchtliche Menge Gepäck mit sich und berichtete uns freudig von einer großen Vorführung, die er am folgenden Tag zur Mittagszeit auf dem Marktplatz veranstalten wolle. Wir versprachen, seine Darbietung zu besuchen.
Die Insel Aesternis und weitere
Schließlich fanden wir beim Strandvolk einen Bootsführer namens Elfred, der bereit war, uns zur Insel Aesternis überzusetzen. Dort lebt die Mutter des Barons. Bei unserer Ankunft wurden wir von zwei Wachen sowie der Magd Margil empfangen. Alle begegneten uns mit spürbarem Misstrauen. Im Verlauf unserer Nachforschungen ergaben sich mehrere beunruhigende Hinweise. Margil schien eine komplizierte Vergangenheit zu besitzen und Verbindungen zu schwarzmagischen Kreisen zu haben. Zudem gewannen wir den Eindruck, dass sie möglicherweise selbst unter dem Einfluss fremder Mächte stand. Unsere Nachforschungen führten schließlich später zur Entdeckung mehrerer Fässer mit Menschenblut. Nach und nach entstand das Bild eines geplanten Rituals, mit dessen Hilfe die Rosenmorde beendet werden sollten. Ob Margil aus eigenem Antrieb handelte oder selbst beeinflusst wurde, blieb zunächst unklar. Bemerkenswert war außerdem, dass die Mutter des Barons den auf einer Nachbarinsel lebenden Bettelmönchen offenbar mit deutlicher Abneigung begegnete.
Baldred und die Bettelmönche
Nach unserem Besuch auf Aesternis suchten wir Baldred auf. Dieser bestätigte einige der Gerüchte über den angeblichen unehelichen Sohn des Barons und verkaufte uns außerdem eine kleine Menge Schädelsand. Anschließend sprachen wir mit den Bettelmönchen der benachbarten Insel. Diese konnten uns jedoch keine besonderen Beobachtungen oder verdächtigen Vorgänge schildern. ### Die nächtliche Blutsammlung Nach Einbruch der Dunkelheit begaben wir uns erneut zum Strandvolk. Dort hatten wir erfahren, dass regelmäßig Blutspenden gesammelt wurden. Wir beschlossen, den Vorgang näher zu untersuchen, und konnten die vermummten Sammler überwältigen. Zu unserer Überraschung stellte sich heraus, dass es sich um Angehörige des Haushalts der Baroninmutter handelte. Gemeinsam mit ihnen fuhren wir erneut nach Aesternis. Dort fanden wir die Blutfässer und konnten die Hintergründe des geplanten Rituals weiter aufklären. Margil befand sich inzwischen in einem Zustand großer Verwirrung und schien nicht mehr Herrin ihrer eigenen Gedanken zu sein. Es entstand der Verdacht, dass sie von einer finsteren Macht – möglicherweise Samiel selbst – beeinflusst oder zeitweise besessen worden war. Da sie kaum noch auskunftsfähig war, übergaben wir sie schließlich der Obhut der Bettelmönche. Erst weit nach Mitternacht kehrten wir erschöpft nach Byrne zurück.
24.11.2420
Besuch beim Baron
Am Morgen suchten wir zunächst den Baron auf. Von ihm erhielten wir ein offizielles Schreiben, das uns künftig von Problemen mit der nächtlichen Ausgangssperre bewahren sollte. Außerdem konfrontierten wir ihn mit den Gerüchten über seinen angeblichen unehelichen Sohn. Obgleich wir keine endgültige Antwort erhielten, schien das Thema den Baron durchaus zu beschäftigen.
Die Vorführung des Tabrizier
Zur Mittagszeit besuchten wir wie versprochen die Vorstellung des aranischen Schaustellers Tabrizier auf dem Marktplatz. Die Vorführung bestand hauptsächlich aus verschiedenen Spiegeln und optischen Täuschungen. Besonders auffällig war ein Spiegelzelt, in dem Besucher einzeln verschwanden. Tabrizier selbst betrat das Zelt regelmäßig und schien dort etwas zu tun, das weit über gewöhnliche Schaustellerei hinausging. Wir beobachteten mehrere dieser Vorgänge und gewannen den Eindruck, dass magische Untersuchungen oder gar Zauberei im Spiel sein könnten. Sicher waren wir uns jedoch nicht. Auffällig war lediglich, dass Tabrizier mit dem Verlauf seiner Vorführung außerordentlich zufrieden wirkte.
Creaofin MacSeal und Ildebrands Erpressung
Im Anschluss gingen wir einer Spur nach, die uns zu Creaofin MacSeal führte. Zunächst trafen wir in seinem Haus auf mehrere Gäste, darunter Bruder Wildreth – hinter dem sich tatsächlich Ildebrand verbarg – sowie Aelfreond. Außerdem begegneten wir Creaofins Tochter, deren bevorstehende Hochzeit offenbar Anlass für verschiedene Spannungen innerhalb der Familie war. Im Laufe unserer Nachforschungen stellten wir fest, dass Ildebrand die junge Frau wiederholt belästigte. Schließlich suchten wir Creaofin selbst auf, den wir in der Handelsgilde antrafen. Dort gestand er uns, dass er von Ildebrand erpresst werde. Zudem erklärte er uns die wahre Identität Aelfreonds sowie die Hintergründe der jahrzehntealten Geschichte um dessen unterbliebene Hinrichtung. Wir versprachen, der Erpressung ein Ende zu setzen. Dazu entwickelten wir einen Plan: Über die Tochter sollte Ildebrand zu einem heimlichen Treffen am Abend des 25.11. am Galgenplatz gelockt werden. Dort wollten wir ihm eine Falle stellen und ihn endgültig überführen.
Stand der Ermittlungen
Zu diesem Zeitpunkt blieben mehrere Fragen offen: - Wer ist der angebliche uneheliche Sohn des Barons? - Welche Rolle spielt Tabrizier tatsächlich? - Wer versucht das Schwert des heiligen Farand zu stehlen? - Welche Bedeutung haben die Rotrosentoten und die weißen Rosen? - Welche Rolle spielt die Hexe Ulrica in den Sümpfen? - Wer war Ildebrands geheimnisvolle Ziehtochter? - Besteht ein Zusammenhang zwischen den aktuellen Ereignissen und dem Hexenzirkel von vor dreißig Jahren? Gegen 16 Uhr legten wir eine Pause ein und ordneten unsere Erkenntnisse.